Ein Jahr mit der Leica M9 – Erfahrungsbericht (Teil II)

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Hallo zusammen,

ich möchte schnell noch ein paar Minuten nutzen um weiter von meinem Weg mit der digitalen Messsucherkamera Leica M9 zu berichten. Ihr erinnert Euch noch an das Ende des ersten Beitrages? Auf der Suche nach einer DSLR an der Seite der Leica M9 hatte ich nach einem Umweg über die D3200 eine Canon 40D angeschafft. Im ersten Moment war ich auch wirklich zufrieden mit der Kombination. Der AF der Canon ist ziemlich gut, Bildqualität ist auch super, Bildschirm ist gerade noch so ok. Insgesamt also eine gute Ergänzung. Was mich aber wirklich genervt hat: Kein Vollformat, keine sinnvollen Festbrennweiten im Weitwinkelbereich, welche umgerechnet bei ungefähr 35mm auskommen.

Und was ist jetzt die Ergänzung?

Da muss ich etwas ausholen und erwähnen, dass ich recht viel analog fotografiere. Unter anderem liegt in der Schublade eine Nikon FM2n mit 24mm, 35mm und 50mm AI bzw. AI-S Objektiv. Ein lieber Freund von mir adaptiert diese Objektive an der Canon 5D Mark II. Das wäre auch eine Möglichkeit gewesen. Konnte ich mich aber nicht so richtig mit anfreunden zumal ich keine 5D Mark II mehr wollte und mir die Canon 6D zu teuer war. Also hab ich mich bei Nikon umgeschaut. Das wäre dann eine D800E, zu teuer. Und eine D800, auch zu teuer. Oder vielleicht eine D600? Hier wird ja richtig rumgejammert, dass die Kamera deutlich „schlechter“ ist als die D800, und ein Staubproblem hat, und, und, und. Wenn man die Beiträge liest, dann fragt man sich ob Nikon es verlernt hat hochwertige DSLR zu bauen. Scheiß auf die Meinung anderer, einfach mal ausprobieren. Also in den Foren ein gebrauchtes Modell der Nikon D600 gesucht. Letztlich bin ich schnell fündig geworden und nutze nun die D600 als Alternative zu Leica M9. Für den Moment muss ich sagen: PERFEKT!

Nutzung von Lightroom Vorgaben

In Lightroom habe ich ein paar Vorgaben angelegt, welche in bei der Bearbeitung meiner Bilder zum Einsatz kommen. Die Anwendung der Vorgaben verhält sich bei der Nikon D600 und der Leica M9 nahezu gleich. Bei der Leica muss man die Bilder bearbeiten, das ist zumindest meine Meinung. Die Farben direkt aus der Kamera sind schon toll, aber wenn man noch etwas an den Reglern dreht, dann wird’s perfekt.

Ähnlich verhält sich das ganze bei Nikon. Die Bilder sind schön, haben eine tolle Schärfe mit den richtigen Festbrennweiten, benötigen aber noch den letzten Feinschliff.

Auszeit für die Leica M9

Nach Anschaffung der Nikon lag die Leica M9 zunächst in der Ecke. Zu verlockend war die Nutzung des AF der Nikon, zumal die Bilder wirklich gut waren. Jetzt drei Monate später war ich aber wieder auf zwei Photowalks in Oldenburg und Hamburg mit der Leica M9 unterwegs. Das Gewicht hat mich abgeschreckt. Bei der Planung des Trips für Hamburg hatte ich sogar schon die Tasche mit Nikonzeug gefüllt und hab wirklich in den letzten Sekunden auf die M9 geschwenkt. Und was soll ich sagen: Bähhhmm. Da war sie wieder, die Liebe zur M9. 

Das Steckenpferd der Leica M9

Street photography ist wirklich das Einsatzgebiet der Leica M9. Unauffällig, klein, gut zu tragen und vom Gewicht her hat man sie auch über Stunden gerne um die Schulter hängen. In Hamburg hatte ich nur das Zeiss Biogon 35mm f/2.0 und das 50mm ELMAR-M f/2.8 dabei. Beides erstklassige Objektive und das zeigte sich dann auch bei den Bildern, die ich aus Hamburg mitgebracht habe.

Der Preis

Wie man vielleicht beim Lesen gemerkt hat habe ich mit keiner Kamera einen Vertrag. Wenn mir was nicht passt, dann wird das Modell halt wieder verkauft. Und natürlich hatte ich zwischenzeitlich aus mit der M9 so meine Probleme. Das lag weniger an der Qualität, sondern am finanziellen Invest den man leisten muss. Da liegen schon einige tausend Euro in der Schublade, wenn man die Kamera nicht nutzt. Vor meinem geistigen Auge hatte ich schon überlegt was ich alles an tollen Nikon Objektiven kaufen könnte, wenn ich die M9 verkaufe.

Fazit

Ich bin froh die Leica M9 behalten zu haben. Wahrscheinlich wird es noch viele gemeinsame Stunden mit dieser tollen Kamera geben. Immer dann, wenn ich bereit bin auch mit den Nachteilen aus dem Haus zu gehen. Im Augenblick kommt die Kamera bei jedem Ausflug mit. Jetzt muss die Nikon D600 halt mal ein bissl in der Schublade warten. 🙂

Meine Empfehlung: Wer Spaß an der Fotografie mit einer Messsucherkamera hat, der sollte die Leica M9 in die engere Wahl nehmen. Ich kenne allerdings persönlich niemanden, der nicht neben der Leica noch eine DSLR aus Fernost hat.

Soweit für den Moment. Noch ein paar Bildchen zum Abschluss und dann melde ich mich auch für den heutigen Tag ab. Vielleicht kommt noch ein kleiner Beitrag zu den Objektiven.

Viele Grüße

Thorsten

Hamburg Altona

Hamburg Altona

 

Prototyp Hamburg

Prototyp Hamburg

 

Speicherstadt

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