Fuji X-E2 mit Minolta MD-Adapter. Ein Erfahrungsbericht.

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Hallo zusammen,

obwohl mit meinem aktuellen „Kamerabesteck“ sehr zufrieden bin suche ich noch immer eine Lösung um meinen Bestand an Minolta MD bzw. MC, Olympus OM und Nikon Ai-Objektiven an einer digitalen Kamera zu nutzen. Bei den Nikon-Objektiven ist das recht einfach, passen doch alle Objektive sehr gut und vor allem mit sehr guten Ergebnissen an die Nikon D600.

Kevin - Nikon D600, 50mm Ai-S f/1.8

Kevin – Nikon D600, 50mm Ai-S f/1.8

Somit liegt der Fokus also auf den Minolta und Olympus Objektiven.

Der Minolta MD-Adapter

Da in meinem Bekanntenkreis die Besitzer von Fuji Systemen quasi nicht existent sind war ich froh am vergangenen Wochenende einmal die Kamera von Andreas nutzen zu können. Andreas besitzt und nutzt selber die X-Pro1 hat aber netterweise die Fuji X-E2 seiner Frau mitgebracht. Hier noch einmal vielen Dank! Folglich musste zum Test ein Adapter her. Für einen ersten Kontakt war es egal ob die Minolta oder Olympus Objektive an die Fuji X-E2 kommen, somit habe ich rein nach der kürzesten Lieferzeit entschieden. Den Adapter bekommt man recht zügig von enjoyyourcamera.com, Amazon.de oder eBayBeim großen Aktionshaus bin ich zum Preis von EUR 22,00 inkl. Versand fündig geworden und hatte nach drei Tagen den Adapter in der Post. Auf die Modelle von Novoflex und Co. habe ich verzichtet und mich im ersten Schritt für einen No-Name Adapter entschieden.

Objektive adaptieren

An die Fuji X-E2 lässt sich so ziemlich alles adaptieren was auf dem Markt an Objektiven verfügbar ist. Aufgrund des recht hohen MD-Adapters (29mm) dürften auch so ziemlich alle Minolta-Objektive passen, auch wenn diese vielleicht teilweise weit in die Kamera hinein ragen.

Minolta MC Rokkor 55mm f/1.7 und Minolta MC W.ROKKOR 24mm f/2.8

Für die ersten Schritte habe ich mich für ein Weitwinkel und ein Normalobjektiv aus dem Sortiment von Minolta entschieden. An Filmkamera wie der Minolta XD7 oder der Minolta X-700 funktionieren beide Objektive ganz wunderbar. Und um es gleich vorweg zu nehmen, auch an der Fuji X-E2 machen die Objektive eine gute Figur. Aufgrund des APS-C Sensors, der in der X-E2 werkelt habt man umgerechnet eine Brennweite von ca. 36mm (Minolta MC W.ROKKOR 24mm f/2.8) bzw. 82mm (Minolta MC Rokkor 55mm f/1.7).

Das Testgebiet

Treffpunkt mit Andreas und Oliver war das Kloster in Hude. Vor Jahren war ich schon einmal dort und fand es wenig spannend. Das hat sich auch diesmal nicht wirklich geändert, zum Testen der Kamera bzw. den Objektiven an der Kamera war es aber absolut ok.

Der Adapter und die Objektive

Der No-Name Adapter war wesentlich besser als ich erwartet hatte. Die beiden Minolta-Objektive konnte ohne Spiel montiert werden und auch an der Kamera saß der Adapter bombenfest. Konnte also losgehen. Andreas hat mir noch eine kurze Einweisung in die Kamera gegeben und dann konnte ich starten.

Noch ein Wort zur Fuji X-E2

Den Vorgänger, die Fuji X-E1, hatte ich kurz nach dem Erscheinen schon einmal auf der Photokina in der Hand. Die Haptik war ok, wirklich viel testen konnten man derzeit aber noch nicht, da Objektive Mangelware waren und ein Adapter auf der Photokina nicht bereit lag. Zwei Jahre später gab es noch eine weitere Möglichkeit auf der Fotomesse von Foto Bischoff in Bremen. Mein guter Eindruck konnte sich leider überhaupt nicht bestätigen. Nachdem ich jetzt einige Zeit mit der Leica M9 unterwegs war fand ich die Kamera von der Haptik zwar immer noch gut, hatte aber irgendwie auch den Eindruck ein Stück Plastik in den Händen zu halten. Ein Blick durch den Sucher brachte die vollkommene Ernüchterung. Der Suche der X-E1 ist nicht gerade hochauflösend und das Bild im Sucher empfand ich eher als Zumutung.

Nun muss man aber sagen, dass der Sucher der X-E2 besser geworden ist. Zwar hat das Bild im Sucher noch immer nicht das Entfernteste mit dem Endergebnis gemeinsam, aber es ist besser geworden.

Feature Focus Peaking

Um Fremdobjektive bzw. manuelle Objektive an Digitalkamera erfolgreich und mit guten Ergebnissen zu adaptieren benötigt man ein Möglichkeit den Fokus zu kontrollieren. Das kann über eine Schnittbildscheibe funktionieren, über einen Fokuspunkt im Sucher wie bei der Nikon D600 oder eben über Focus Peaking wie es z.B. die Sony A7, die Leica M und die Fuji X-E2 anbieten (Über ein Firmwareupdate gibt es diese Funktion auch in der X-E1).

Das Focus Peaking an der Fuji funktioniert richtig gut. Die Schärfekante wird durch eine weiße Linie angezeigt und die Anzeige kann wahlweise im Sucher oder auf dem Display statt finden. Mit einem Tastendruck auf das hintere Wahlrad kann stark in das Bild hingezoomt werden, so dass nach kurzer Eingewöhnung die Scharfstellung schnell von der Hand geht.

Lasset Bilder sprechen, was gar nicht so einfach ist

Sicherlich könnte man jetzt noch vieles mehr schreiben, aber ich habe halt nur einen Bruchteil der Funktionen der Kamera genutzt. Unter Strich kann ich sagen, dass die Kamera sich im Einsatz toll gemacht hat. Sie hat mir am Ende sogar richtig gut gefallen und ich spiele mit dem Gedanken mir – aus Kostengründen – eine Fuji X-E1 zuzulegen. Um ab und an mal mit den alten Objektiven vor die Tür zu gehen ist die Kamera ein gute Alternative und hat mit dem elektronischen Sucher, Focus Peaking und der Möglichkeit alles zu Adaptieren was ich im Bestand habe alle Feature die es braucht. Und ein Sucher muss sein, da ich mit dem ständigen Blick auf das Display nicht zurecht komme.

So, und abends war ich dann also wieder mit meinen Bilder aus der Fuji zu Hause. Schnell die Speicherkarte in den Mac gesteckt, Lightroom gestartet und … nix geht. Meine Version 4.4 kann die Bilder der X-E2 nicht lesen. Das geht übrigens auch mit einer der früheren 5er Versionen nicht. Also schnell den aktuellen Adobe RAW-DNG Converter gezogen, Installation gestartet und … nix geht. Meine Version des Betriebssystems (10.6.8) war zu alt. Der Converter benötigt 10.7. Dann also das MacBook aus dem Schrank geholt und Yosemite installiert. Nach 4,5GB Download … nix geht. Platte voll. Jetzt hatte ich so langsam richtig Kotzreiz und hab mich entschieden lediglich die JPGs in Lightroom zu importieren. Oliver hatte zwar noch angeboten die Bilder umzuwandeln, aber durch meine dünne DSL-Leitung wären die Bilder wohl heute noch unterwegs. 🙂

Dann also die Bilder. Alles JPGs aus der Kamera in LR 4.4 bearbeitet.

Viel Spaß damit und ob ich wirklich bei der Fuji X-E1 zuschlage schreibe ich dann zu einem späteren Zeitpunkt. Oder Ihr behaltet einfach meinen Flickr-Stream im Blick.

Schönen Abend,
Thorsten

ps. Bilder von Oliver findet man z.B. in seinem Flickr-Stream. Und Bilder von Andreas gibt es bestimmt auch bald zu bewundern.

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9 Antworten

  1. Andreas sagt:

    Es fehlte halt am Morgennebel, was? Aber ich finde die Fuji macht da eine gute Firgur. Anders als ich 🙂

    • Thorsten sagt:

      Ja, die Qualität ist wirklich überzeugend. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Basis hier nur die JPGs aus der Kamera sind.

      Morgennebel, da war was…:-)

  2. Bernd Franzen sagt:

    Meine Ergänzung zum Novoflex-Adapter: Ich besitze mittlerweile den zweiten von dieser Sorte. Der erste war butterweich in beiden Fassungen. Der zweite geht etwas stramm, so daß ich ihn bei der letzten Photokina bei Novoflex reklamieren wollte. Der nette Mitarbeiter am Stand probierte zum Vergleich einen Adapter aus der Schublade: Meiner war besser. Fazit: 3 Novoflex.Adapter-3 unterschiedliche Wahrnehmungen der Fassungen.
    Ich habe auch noch einen NoName-Adpater, dort passen die Objektive auch wunderbar.
    Der Grund für den Einsatz des Novoflex-Adapters ist bei mir die passende Stativschelle.

    • Thorsten sagt:

      Hallo Bernd,

      das ist ja interessant. Für mich war Novoflex immer das Nonplusultra, wenn es um Adapterlösungen ging. Aber schön zu wissen, dass die günstigen Lösungen auch überzeugen können. 🙂

      Viele Grüße
      Thorsten

    • Bernd Franzen sagt:

      Nachtrag: Der Novoflex-Adapter ging mittlerweile so stramm, dass ich beim Wechseln Angst um meine Objektive hatte. Ich habe ihn beim Lieferanten (enjoyyourcamera) reklamiert und anstandslos einen neuen erhalten. Novoflex hätte sogar direkt auf der Photokina getauscht. Hier nochmal ein dickes Lob an beide Firmen!

  3. Paul Kirschke sagt:

    Hallo, ich habe hier leihweise eine X-E2und wollte meinMD Rokkor 1:1,4/ 50 mm über einen KECAY Adapter ausprobieren. Alles läßt sich sauber verbinden, jedoch wenn ich den Auslöser betätige, dann tut sich nichts (angeschaltet ist die Kamera!!) Muss ich etwas besonders einstellen und wenn ja was? Danke für Tipps Paul

    • Bernd Franzen sagt:

      Wahrscheinlich muss im Kamera-Menü eine Option eingeschaltet werden:
      „Auslösen ohne Objektiv“ oder so ähnlich..

  4. Heike sagt:

    Hallo,

    ich wollte ein Minolta MD 50mm/1:1.2 an meiner Fuji X-T10 daptieren.

    Kannst du mir sagen ob mein Adapter da passt?
    K&F Concept® AF42 M42-FX Objektivadapter,Objektiv Adapterring,Adapter Fuji,Adapter Ring für M42 Objektiv auf Fujifilm FX Kamera

    Oder benötige ich da einen anderen?

    Liebe Grüße

    Heike

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