Lomography Color ISO100 Rollfilm im Test

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Hallo liebe Analogfilm- und Lomographyfans,

heute gibt’s Analog in Farbe. Hatte ich längere Zeit nicht mehr in Kamera und beim Blick in meinen Rollfilmbestand musste ich feststellen, dass da rein gar nichts mehr im Vorrat ist. Also auf in die gängigen Shops und mal geschaut was neben den Klassikern wie Kodak Ektar oder den Kodak Portra im Angebot ist.

Die Entscheidung

Letztlich habe ich mich dann recht schnell von den Kauf eines Pakets Lomography Color ISO 100 als 120iger Rollfilm entschieden. Das Paket ist mit EUR 10,00 für drei Filme recht günstig und die Beispielbilder im Shop und bei flickr sahen vielversprechend aus.

Einsatzzweck

Wahrscheinlich gehöre ich zu den wenigen, die einen Lomographyfilm ganz normal nutzen wollen. Also ohne ihn in einer Holga einzusetzen, ohne die Kamera durch die Luft zu werfen und auch ohne die Umkehrentwicklung (Crossentwicklung). Also einen Diafilm als Farbnegativfilm zu entwickeln und umgekehrt. Ich wollte einfach einen Farbfilm, der in der Hasselbad 501CM eine gute Figur macht.

Erfahrungen

Im Kleinbildbereich habe ich den Lomography Color Film schon häufiger eingesetzt und war immer sehr zufrieden. Das Trägermaterial war gut und fehlerfrei. Auch die Farbwiedergabe war sehr schön. Einige Bilder finden sich in meinem Flickr Portfolio z.B. hier und hier.

Zuckerbrot und Peitsche

Die Erfahrungen mit dem Lomography Color Rollfilm sind aber gänzlich andere als mit dem Kleinbildfilm. Ich denke, dass die Filme aus grundlegend anderen Produktionsmaschinen bzw. Produktionsorten kommen und nichts mit einander zu tun haben, auch wenn beides Lomography ISO100 Filme sind. Zwar ist der Rollfilm auch schön in der Farbwiedergabe, aber nicht so gut wie die Kleinbildvarianten von Lomography. Auch das Trägermaterial ist dünn und macht einen billigen, weniger wertigen Eindruck. Die Scaneigenschaften sind wiederum sehr gut.

Materialfehler

Das Schlimmste aber sind die Materialfehler im Film. Den Film habe ich im Fachlabor meines Vertrauens im C-41 Prozess im Minilab entwickeln lassen. Die bisherigen Ergebnisse waren immer einwandfrei und eine Klasse besser als das, was man vom Großlabor zurück bekommt. Somit würde ich einen Verarbeitungsfehler im Labor ausschließen. Zumal beide Filme die gleichen Materialfehler anzeigen. Es sieht auch als wäre ein Kleberest auf dem Film verblieben, der aber nicht entfernt werden kann. Die genaue Beschaffenheit ist schwer zu beschreiben, da manchmal die Klebereste noch schmieren, andere aber vollständig im Trägermaterial ‚eingezogen‘ sind.

Fazit

Werde ich diesen Film wieder kaufen? Ich denke schon. Mindestens eine weitere Produktionscharge werde ich mir noch zulegen. Wenn diese dann keine Materialfehler aufweist bekommt man einen gut scanbaren Film mit gesättigten, schönen Farben auf billigem Trägermaterial. Da ich kein Farbvergrößerungen direkt vom Negativ mache, sondern den hybriden Weg wähle reicht es mir, wenn der Film ein einziges Mal eine Planlage erreicht. Dank Monochrom Scangläsern sollte das auch mit dem dünnen Trägermaterial des Lomography Color möglich sein.

In diesem Sinne,
viel Spaß mit den Bildern (teils im Rohzustand, teils bearbeitet).

Thorsten

 

 

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3 Antworten

  1. Ian sagt:

    Hallo Thorsten,
    ich habe mich seit kurzem wieder der analogen fotografie zugewant und von einem Freund eine Mamiya RB67 pro SD bekommen.
    Da ich ein wenig Experimentieren wollte, viel meine Entscheidung auf den Lomo Color Negativ 400.
    Auch ich hhabe diesen in einem kleine Labor in Leipzig entwickeln lassen, was als sehr korrekt und zuverlässig gilt und auch diese von dir beschriebenen Streifen auf dem Film.
    OK, nun weiß ich das es von der Produktion her kommt, und nicht an der Cam oder dem Labor liegt.

    Hast du mal versucht diese Streifen zu entfernen durch zusätzliches Wässern oder andere Methoden?
    Wenn ja, mit welchem Ergebnis.

    VG aus LE
    Ian

    • Thorsten sagt:

      Hi Ian,

      nein, ich hab den Film so belassen wie er ist. Zusätzliches Wässern wäre eine Idee, ich habe mich aber einfach wieder den beiden genannten Kodak Filmen zugewandt. 😉

      Viele Grüße
      Thorsten

    • Ian sagt:

      Hallo Thorsten,
      wässern hat nix gebracht und ich habe es mal mit Alkohollösung veraucht.
      Da wird es gelöst aber kostentechnisch ist dies keine Option.
      So.denke ich das es für mich der erste und letzte Ausflug zu den Lomofilmen war.

      Viele Grüße aus LE.
      Ian

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