Rollfilm-Lifts mit der Hasselblad 501CM oder …

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‚…wenn schon Scheiße, dann Scheiße mit Schwung!‘

Moin liebe Leser,

heute wird’s ganz kurz, weil’s ja auch schon reichlich spät ist. Getreu dem Motto „Ist das Kunst oder kann das weg“ hab‘ ich heute mal ein paar Rollfilm-Lifts, die mit der Hassi 501CM erstellt wurden (Die Kamera ist hier aber eigentlich egal, geht mit jedem Modell).

Ihr glaubt die Lifts gehen nur mit Polaroidmaterial? Stimmt auch, aber wer die folgenden Schritte beherzigt, der kann den optischen Eindruck auch mit einem Rollfilm erreichen. 🙂

Die Bearbeitungsreihenfolge!

Ganz ganz wichtig: Morgens schon mit dem falschen Fuss aufstehen, wer dass nicht beherzigt kann sich gleich wieder hinlegen und weiterschlafen. Eine gewisse Gereiztheit muss schon vorhanden sein. Hilfreich sind auch wenig Schlaf, keinen Kaffee und alles was dazu beiträgt den Tag schon morgens in den Wind hauen zu wollen.

Wer jetzt in der richtigen Stimmung ist, der nimmt sich einen Wechselsack, einen Rollfilm, eine Spule, eine Schere, eine Entwicklungsdose und natürlich ordentlich FOTOCHEMIE! Ohne die geht’s nicht.

Und dann geht’s los. Spule einen Rollfilm in der Dose auf. Natürlich hat man das vorher schon ca. 100x gemacht, aber es kommt der Tag, da weigert sich dieser kleine fiese Rollfilm so dermaßen, dass man mehrmals in den Wechselsack brüllt. Die Hände sind in der Zwischenzeit irgendwo zwischen verkrampft und klatschnass. Das hilft!

Die Beschaffenheit des Film

Ganz wichtig ist es ein Exemplar zu erwischen, dass sich nicht nach dem Entwickeln kringelt wie ein Schweineschwänzchen, sondern schon beim Einspulen in die Dose. Zugegeben, die Modelle sind selten, darum sollte man den Augenblick auch genießen, wenn zum 500sten Mal der Film aus den Führungsrillen springt. Irgendwann hat man das Biest dann doch in der Spule und – wieder ganz wichtig – man glaubt alles richtig gemacht zu haben. Zwischendurch muss ein wenig Hoffnung aufkeimen.

Entwickeln

Das ganze Entwicklungsgedös jetzt aufzudröseln erspar ich mir und euch. Macht einfach alles wie immer. Ich habe den Film mit Spürsinn HCD-2, Spur Fixierer und einer grossen Menge Wasser zusammen geklebt. Damit wären wir dann auch schon beim Thema.

Das Öffnen der Dose

So, 20 Minuten später hat man alle Entwicklungsschritte hinter sich. Der Film ist gewässert und kann aus der Dose. Jetzt erst könnt Ihr sehen, ob der Film auch wirklich nix geworden ist. Er muss schon beim Öffnen der Spule erste Flecken zeigen und ordentlich aneinander kleben. So war’s zumindest bei mir. Die Flecken waren so groß, dass ich nur 9 von 12 möglichen Bildern überhaupt erkennen konnte. Die Bilder möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Natürlich sind auch drei Bilder dabei, die gar keinen Fehler haben, aber dazu kommen wir an einem anderen Tag.

Es braucht also in Zukunft keine Magazine oder Kameras mit Lichtleck, keine unfähigen Fotolabore – man kann das mit ein bissl Ungeschick an einem wirklich schlechten Tag selber machen. 🙂

Und nun – enjoy the big shit.

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Schön, gell? Falls jemand einen A3+ Print davon haben möchte – ich mach Euch ’nen guten Preis. 🙂

Guten Nacht
Thorsten

ps. Ich les den Artikel erst morgen Korrektur. Rechtschreibfehler könnt ihr also erstmal behalten.

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2 Antworten

  1. derScheuch sagt:

    Manchmal möchte man das ganze analoge Gesumsel nur gegen die Wand pfeffern, oder!?
    Aber dieser Verlauf im mittleren Bild da oben hat schon wieder was 🙂

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